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Gründer des Werkes

Omutninsk Metalurgical Plant wurde in der Regierungszeit von Catherine II vom hereditären Kaufmann, großen Fabrikant und Oberst-leutnant in Ruhestand - Ivan Petrovic Osokin - gegründet.

Als offizielles Datum der Gründung gilt 1. Mai 1773, als die endgültige Baugenehmigung von Berg-Kollegien ausgesprochen wurde. Im Herbst 1775 fand die erste Schmelze statt.

In seiner ursprünglichen Form bestand die Fabrik aus zehn Me-ter hohen Ofen und sechs Rennöfen und sechs Hämmer. Die Blasma-schinen wurden mit einem Wasserrad angetrieben.

Die Produktpalette war klein: Bajonett aus Gusseisen, aus wel-chen Frischeisen geschmiedet wurde. Spätere Installation von Stauch-maschine erlaubt Produktion von Flach- und Bandeisen.

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Transport

Transport der Produktion fand einmal im Jahr – im Frühling - haupt-sächlich auf den Barken statt, wenn die Freisetzung vom Wasser aus dem Stausee, den Fluss Omutnaja wieder schiffbar machte. Die Produk-tion wurde auf Laischev-Markt (bei Kazan) und teilweise in Vjatka ver-kauft. Später auf der Nischni Nowgorod-Messe, wo das Material aus Omutninsk die große Popularität genoss.

In Frühling 1931 wurde die Produktion der OMP zum letzten Mal auf dem Wasser transportiert. Der Bau der Eisenbahnstrecke löste diesen Weg ab. Am 15. Juni 1931 kam die erste Lokomotive in Omut-ninsk an und seit Oktober 1932 wurde der reguläre Bahnverkehr eröff-net.

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Einzigartiges Dach für die Hauptstadt

Die Archivdaten zeigen, dass Stahl aus Omutninsk dank ihrer einzigar-tigen Eigenschaften, nämlich seltener Reinheit, Festigkeit und Korrosi-onsbeständigkeit, für den Bau von Palästen und von bedeutenden von den nahmhaften Architekten entworfenen Gebäuden in der Hauptstadt St. Peterburg benutzt wurde. Dächer der Paläste, hergestellt aus diesem Eisen, erfordern keine zusätzliche Verarbeitung oder Beschichtung. Bei-spielsweise im Jahr 1800 wurden nach St. Petersburg 8,6 Tausend Pfund Blatteisen gesandt.

Im Jahre 1872 wurde OMP für die vorgestellten Muster aus Gusseisen und Stahl auf der Moskauer Polytechnikum Ausstellung mit Großer Silbermedaille ausgezeichnet.

Und auch später im 20. Jahrhundert war die Werbung für das Dachblech aus Omutninsk nicht erforderlich: die Qualität war hervorra-gend, obwohl die Herstelltechnologie zurück in den 18. Jahrhundert ging.

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Erweiterung der Produktion

Erste große Erweiterung der Produktion fand 1820 statt, als G.I. Oso-kin, der das Werk geerbt hat, dieses an geheimen Berater – Nachfolger schwedischen Adeligen - G.F. Vejmarn (später Senator in St. Peters-burg) vermietete. Im Laufe 1819-1845 Jahre wuchs die verarbeitete Menge im Hochofen, das zweite Hammer werk wurde errichtet. Die Summer aller Hammer und Öfen verdoppelte sich (12 Stück). 1841 hat-te das Werk bereits drei Dreizylinder-Gebläse (je vier Flammen).

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Regierung der Familie Pastuhovy:

erste wichtige Rekonstruktion

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Kaufleute Pastuhovy aus Yaroslavl zum Eigentümer wurden, fand eine ernsthafte Restruktu-rierung des Unternehmens (27.05.1850). 1886 ging das Werk in vollen Besitz des N.P. Pastuchov.

Während der „Pastuhovs Regierung“ wurden eine ganze Gruppe der talentierte Bergbau-Ingenieure an die leitende Positionen eingeladen. Zwischen 1849-1855 stand das Werk unter der Leitung von Andrew Hristianovich von Siegel. Zu dieser Zeit fing der Bau des zweiten Hoch-ofens, der Puddel-Schweißfabrik und Errichtung des Omutninsk Damms. Er wurde dafür bekannt, dass er auf eigene Initiative die erste Werksschule eröffnete und die erste orthodoxe Kirche in den Namen St. Alexander Nevsky baute, die am 10. Juni 1853 geweiht wurde. Im Jahre 1850 erbaute er ein Werkshospital.

Inbetriebnahme des zweiten Hochofens im November 1856 und der Puddel-Schweißfabrik 1861-1862 gaben neue Impulse für die Ent-wicklung des Werks. Zu dieser Zeit galt die Produktion mit Puddelofen-prozess als modern und eröffnete ganz neue Horizonte für Omutninsk Stahlwerk (OMP). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts produ-zierte das Werk erst Roheisen (bis 1884) und dann Stahl im Puddelver-fahren, welches in Bleche und Profile (Stahlradreifen, Band-, Schmal-band-, Rundstahl etc.) umgeformt wurde.

Im Jahre 1861 wurden beide Hochöfen modernisiert. Im Allge-meinen wuchs die Komplexität der technischen Ausstattung des Wer-kes. Die Einstellung des englischen Mechanikers F.I. Evans trug dazu weiter bei. Im Jahre 1875 kam Schmiedewerk und erste Wasserturbine zum Einsatz.

Zu den größten Veränderungen der zweiten Hälfte 19. Jahrhun-derts zählte der Bau eines Wlazwerkes an der Stelle von Rennofen. Dies geschah zwischen 1884-1886 unter der Leitung von P.M. Karpinsky. Unter ihm arbeitete als Bergbauingenieur Akademiemitglied M.A. Pa-vlov - der zukünftige Wissenschaftler der Metallurgie und Gründer der Theorie des Hochofenprozesses.

1888-1894 wurden zwei Puddelöfen geschlossen und zwei Röst-öfen errichtet. Im Jahr 1890 kamen Flammofen (Kupolofen) für den Guss von großen gusseisernen Elementen und Brückenkran hinzu.

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An der Wende des Jahrhunderts

Im Jahre 1897 wurde unter der Leitung von S.D. Kuznetsov – ein Bergingenieur und Geologe, gut bekannt in den Werken Urals - das dritte Hochofen erbaut. Neben Wasserräder für den Antrieb wurden immer mehr Dampfmaschinen eingesetzt. 1898 wurde eine Volks-Bibliothek eröffnet.

Unter der Leitung von I.P. Schischov wurden eröffnet: 15.10.1901 – Malagovskaja Schule, 15.09.1902 – zweijährige Ministe-riumschule, 22.10.1902 – Volkshaus, zur Ehre des 40. Jahrestages der Bauernbefreiung, im Herbst 1906 im Haus von Kaufmann Pestov – ers-te vierjähriges Progymnasium für Frauen mit neun Lehrern.

Rasche Eisenbahnbau in Russland und insbesondere die Bau der Transsibirischen Eisenbahn (1891 – 1906) zogen einen Schlussstrich unter die ganze alte Ural - Industrie. Die Einzelstellung des Ural Fabri-ken ausschließlich auf lokalen Rohstoffen (Erz, Wald, Energie von fal-lendem Wasser) gehörte unwiderruflich der Vergangenheit. Am besten verstand es der älteste Sohn vom Eigentümer L.N. Pastukhov, der fak-tisch die letzten 25 Jahre der „Pastuhovs Regierung“ das Werk leitete.

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Große Modernisierung

Eine der wichtigsten Rolle bei der Rettung des Werks vor der Schließung spielte Ingenieur R.J. Gartvan, der später als stellvertreten-der Vorsitzender des metallurgischen Bereichs der staatlichen Pla-nungskommission arbeitete. Während seiner Amtszeit (1905-1915) wurde das Werk grundlegend Umgebaut.

Nach seinem Plan wurden der Stabstahl zum Hauptprodukt mit einer großen Vielfalt von Formen und Größen, die in kleinen Mengen produziert werden. Solche Produktion war für die Anfänge der Auto-mobil- und Aeroindustrie in Russland notwendig. Durch die Exklusivi-tät der Produkte bekam das Werk eine Monopolstellung auf dem russi-schen Stahlmarkt.

In den Jahren 1910-1913 wurden Hauptwalzwerk mit Haupt-walzstarße „200“ und Nebenwalzstarße „500“, 15-to Siemens-Martin-Ofen, feuerbeständige Produktionshalle errichtet und ein Stromkraft-werk eröffnet.

Das Kraftwerk wurde mit einem Dampfturbogenerator der Fir-ma „Brown-Bovery“ (zur Zeit ABB), Dampfkesselraum mit Heizkessel Sterling und mit einem elektrischen Wasserturbinensystem Francis aus-gestattet. Im Werk startete die Ära der Verwendung von Elektromoto-ren, der stärkste von denen der deutschen Firma „Siemens&Halske“ mit 420 PS wurde im Profilstahlwalzwerk installiert.

Am 10. Juli 1913 fand der Verkauft der Aktien von Omutninsk Metalurgical Plant an Aktionäre aus St. Petersburg, die Familie Pastuk-hovy hielt jedoch eine Mehrheitsbeteiligung. So entstand „Aktiengesell-schaft der Nordwerke der Erben von N.P. Pastukhov“.

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Nach der Verstaatlichung

1917-1919 wurde das Werk von dem Bergingenieur und dem Autor zahlreicher Artikel im Bereich der Metallurgie und des Buches „Ural und sein Reichtum“ E.N. Barbot-de-Marni geleitet. Im Frühjahr 1918 wurde das Werk verstaatlicht. Zu dieser Zeit verstärkte sich die Beziehungen zu Automobil- und Luftfahrtindustrie, für die Luftflotte produzierte das Werk Chrom-Nickel-Stahl und für die Schiffsflotte das Schmiedeeisen.

Das Fehlen vom konkreten Eigentümer führte zu mangelnden Investitionen und der Mangel an Betriebskapital (Geld, Erz, Treibstoff, etc.). Erst im Jahr 1925, als Omutninsk-Stahl, die nach Moskau ge-schickt wurde, sich von der Qualität besser als Zlatoust- und Putilovsk-Stahl erwiesen hat, fing der Ausbau der staatlichen Bestellungen an.

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Start der Produktion der Sonderprofile

Fortschreitende Entwicklung des Unternehmens in 20-30er Jahre ging in Richtung immer komplexeres und größeres Sortimentes der Pro-file (Werkzeugstahl, Kohlenstoffstahl und Baustahl), die in Kleinserie produziert werden. Die Mitarbeit ab 1926 den talentierten Kalibrierer N.P. Pavlov wurde für Omutninsk Metalurgical Plant schicksalhaft. Er durchführte schwierigste Walzenkalibrierung und erreichte die Produk-tion von Spezialprofilen.

Später er - als Leiter des Warmwalzprozesses – führte die Arbeit an der Produktion der neuen Sonderprofile. Die Wichtigkeit des Werkes wuchs vor allem wegen der Monopolstellung der Produkte auf dem heimischen Markt.

In den Jahren 1922-1926 ging das Werk zur Produktion von hoch quali-tativem Profilstahl über. Wichtige Meilensteine in der Entwicklung der Anlage wurden: der Bau der Eisenbahnstrecke Yar-Fosforitnaya (1929 – 1932), Still-legung der Hochofenproduktion (1929) und die Errichtung des zweiten SM-Ofens (1930 – 1932), Bau und Inbetriebnahme der ersten Stufe des neuen Kraftwerks (1936 – 1941) und am 6. November 1938 - Start des Flachstahl-werkes „550-2“ (geschlossen 1969).

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Wiedergeburt der Blechproduktion

1896-1907 war der Produktionsprozess für Dachblecheisen fand in dem Puddel-Schweißwerk statt. Dort wurden Puddellupen produ-ziert, die dann zu den Brammen gewalzt wurden und weiter zum Blech-walzwerk gingen.

In den 1920er Jahren ging die Produktion von der Walzung von Dachblecheisen zu der Walzung von Stahlblechen. Diese Wiedergeburt von Blechwalzung fing Ende der 30er Jahre an. 1938 wurde die zweite Blechwalzstraße eröffnet. So wurde gleichzeitig auf zwei Walzstraßen gearbeitet – „550 Nr. 1“ und „550 Nr. 2“.

In der Kriegszeit, als die Massenherstellung von Minnenhüllen und Sappeurspaten begann, wurden die beiden Walzstraßen richtig ausgelas-tet. Sie produzierten Stahlblech. Und zum Ende des Krieges wurde auf der Walzstraße „550 Nr. 2“ dann nur Dachblecheisen produziert. Im Jahre 1954 wurde die Anlage modernisiert für die Herstellung von 2mm Blech.

Das mechanische Richten der Bleche wurde seit 1952 praktiziert, aber die besten Ergebnisse wurden mit der deutschen 9-Walzen Richt-maschine erreicht.

In den Jahren 1953-1955 wurde für das Dachblecheisen eine neue Sortierabteilung gebildet. Das Blechwalzwerk wurde mit dem An-fang der Produktion von Profilstahl geschlossen.

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Schweißwerk

In den Jahren 1850-1860 erbaute Puddel-Schweiß-Werk wurde später als Walzstraße „450“ bekannt.

Nach den Standards des dritten Viertels des 19. Jahrhunderts galt Puddel-Schweiß-Verfahren als recht modern. Es verdrängte stetig Rennofen-Verfahren, während Experten bestätigten, dass selbst die bes-ten Proben der Herstellung in Puddel-Schweiß-Verfahren dem Renn-ofen-Verfahren unterlegen.

In den Jahren 1905-1907 Stauchhammer wurde mit der Presse ersetzt. Mit dem Aufkommen 1910 der Produktion in Siemens-Martin-Ofen, und dann 1929 nach der Schließung des Hochofens, veränderte sich die Arbeit in Puddel-Schweiß-Werk. Als das Vormaterial auf der Walzstraße „500“ produziert wurde, hieß das Werk dann nur Schweiß-werk und später - Walzstraße „450“. Gearbeitet wurde auf drei Gerüs-ten.

1945 nach Abschluss der militärischen Rekonstruktion wurden Vorgerüst und Kammwalzengerüst in Richtung Schwungrad verscho-ben. Am Ende des Krieges produzierte das Werk Bänder, Vierkant- und Rundprofile, sowie Schmiedestücke, Fünfkant-, Halbrundstahl für Schlitten und Winkel.

Am 22. Februar 1949 war Inbetriebnahme der Hängelaufbahn zu der Walzstraße „500“, früher wurde dieser Weg mit den Pferden bewäl-tigt. Den nächsten Schritt zu der Mechanisierung bildeten 1951 und 1953 zwei Balken-Kräne. Im Jahre 1953 wurde der dritte Glühofen.

1976-1993 wurden auf dieser Walzstraße Rund-, Band und Breitbandprofile produziert, die für die Herstellung von Äxten genutzt wurden. Mit der Eröffnung von „VAZ“ wurde das Profil „Türscharnier“ implementiert. Im Jahre 1989 wurde die älteste Abteilung, nach fast 130 Jahre Existenz, geschlossen.

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Technische Modernisierung im Krieg

Während des Krieges (1941-1945) installierte das Werk neue leistungsstarke Elektromotoren für die Walzstraßen „450“, „280“, „550“ Nr. 2, begann die Modernisierung der Walzstraße „500“ und die Umrüstung des Glühofens und der beiden Siemens-Martin-Öfen. Gleichzeitig wurde das dritte Siemens-Martin-Ofen mit dem Startdatum am 1. Oktober 1946 gebaut.

Durch die starke Erhöhung der Herstellung von "Spezialproduk-te" in den Kriegsjahren (Spaten, Minnenhüllen) wurden die erforderli-chen Mengen von Stahlblech und Dachblech stark erhöht und somit kam es zu der Implementierung der Walzung 5 mm Bleche für Verteidi-gungsindustrie.

Bei der Durchführung von diesen Bestellungen wurden neue Stahlgüten entwickelt, die ihre Anwendung in Luftfahrt gefunden haben. Die Produktionsmitarbeiter haben über 20 komplexe Sonderprofile er-lernt.

Es wurden folgende Profile produziert: Anker-, Polansatz-, Tra-pezprofil, U- und T-Profile, konische Profile und Winkel in verschiede-nen Größen.

Der Konstrukteur vom bekannten „PPSch-41“ G.S. Schpagin hat nicht nur oft über OMP geschrieben, er war sogar selbst vor Ort um sich für die gute Arbeit zu bedanken. Im Jahre 1948 nahm er teil an den Feierlichkeiten zum 175-Werksjubileum.

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Das Geschenk an Stalin

Anfang 1946 schenkte der ehemalige Arbeiter der OMP J.E. Chadaev dem I.V. Stalin im Namen aller Mitarbeiter des Werkes die schön gestaltete Palette mit Profilmustern. Der Name J.E. Chadaev war während des Krieges dem Volk gut bekannt. Eine Reihe von wichtigen Regierungsentscheiden und vor al-lem die Zuordnung der Generale und Admirale wurden in regelmäßigen Abständen mit diesen zwei Unterschriften veröffentlicht: Vorsitzender der Volkskommissare der UdSSR I.V. Stalin und der Geschäftsführer der Volkskommissare der UdSSR J.E. Chadaev.
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Walzstraße „280“

Im Jahre 1957 stand OMP kurz vor der Schließung. Der Hauptingenieur I.H. Markov entschied aus eigenen Kräften eine neue Walzstraße zu bauen. 1959-1962 dauerte der Bau und das Einrichten der Walzstraße „280“, am 31. Oktober 1962 war die erste Walzung. Genau das bestimmte das weitere Schicksal des Werks.

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Zeit der rasanten Entwicklung

1960-1980 war die Zeit der rasanten Entwicklung der OMP. 1963-1964 startete Thermo-Kalibrier-Anlage, 1964-1966 – neue Gieße-rei. Ein großes Ereignis im Leben des Werks war der Start vom ersten in Sowjetunion Komplex für kombinierten Gieß-Walz-Prozess - Aggregat der Walzstraße "140-500", der Anfang 1966 in den Probebetrieb ge-nommen wurde.

1965 begann der Bau von Kaltzieherei, Inbetriebnahme der ers-ten Stufe fand 1969 statt, der zweite – 1972. Im Jahre 1973, im Zu-sammenhang mit dem 200-Werksjubileum, wurde OMP mit Roten Banners der Arbeit Orden ausgezeichnet. 1974 wurde das Werk für die Herstellung der Sonderprofile mit Staatspreis ausgezeichnet.

Zwischen 1976-1994 unter der Leitung A.M. Petrenko wurden Bauernhof, Kurhaus, Krankenhaus, mehrere Kindergärten und drei gro-ße Wohnheime gebaut. Die Walzstraße der Aufzugsführungsschienen wurde gebaut mit der Inbetriebnahme der ersten Stufe am 26. Dezember 1985.

Ein großes Ereignis im Leben des Werks war 1992 der Start der Walz-straße „450“, die das Vormaterial für die Produktion von Aufzugsfüh-rungsschienen herstellte.

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Der Übergang zur Marktwirtschaft

Im Jahr 1992 im Zusammenhang mit dem Beginn der Marktre-formen in Russland hörte OMP auf ein Staatsunternehmen zu sein. Im September 1992 wurden eine offene Aktiengesellschaft und später eine geschlossene Aktiengesellschaft gegründet.

Mitte 1994 wird V.A. Kuznetsov zum Generaldirektor des Werks. Der Verwaltungsrat sagt dem Programm zur finanziellen Stabi-lisierung des Unternehmens zu.

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Groß angelegte Modernisierung

Seit Februar 2001 wird die Aktiengesellschaft von A.D. Volos-kov geleitet, der seit 1995 als technischer Direktor im Werk tätig war. Unter seiner Leitung fing die große Modernisierung des Werks. Erfolg-reich implementiert sich ein langfristiges Investitionsprogramm, das auf die Rekonstruktion und die Modernisierung der Produktion ausgerichtet ist. Dies ist die größte Rekonstruktion in der Geschichte der OMP.

Die Umsetzung dieses groß angelegten Projektes begann mit der Umstellung des Unternehmens auf Erdgas. Alle Produktionsanlagen im Werk wurden nach und nach vom 2001 bis 2011 auf Erdgas umge-stellt.

Zum 25. Dezember 2006 wurde die erste Etappe der Rekonstruktion der Stahlerschmelzung umgesetzt. Gebaut und in Be-trieb genommen wurden folgende große Industriekomplexe: Pfan-nenofen und Stranggussanlage.

Im Zeitraum 2011-2013 wurde die nächste Phase der Rekon-struktion durchgeführt - Modernisierung der Walzstraße "500". Walzprozess wurde voll mechanisiert und automatisiert. Im Februar 2014 wurde die Walzstraße in Betrieb genommen.

Mittlerweile ist die Modernisierung ein konstanter Prozess bei OMP – nächster Schritt ist weitere Modernisierung der Stahlerschmelzung.

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Das neue Gesicht des Werks

Derzeit ist AG „OMP“ ein kompaktes Unternehmen mit unvoll-ständigem metallurgischen Zyklus, spezialisiert sowie auf die Produkti-on von warmgewalzten Stahlprofilen und hochpräzisen kaltgezogenen Profilen mit komplexen Querschnitten, die in der Automobilindustrie, Maschinenbau, Werkzeugmaschinenbau, Messtechnikbau, Herstellung von Haushaltswaren und vielen anderen Branchen eingesetzt werden; als auch auf die Produktion von Aufzugsführungsschienen für Perso-nen- und Lastenaufzüge nach den russischen und internationalen Stan-dards.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen zeugen von der dynami-schen Entwicklung und stabile Finanzlage des Unternehmens. Für Leis-tungen, die im Rahmen des internationalen Programms "Partnerschaft für Fortschritt" und "Integration in die Weltwirtschaft" wurde OMP mit folgenden Preisen ausgezeichnet: "Golden Globe", "Große Siegel", "Gol-den Eagle", "Goldene Palme", "Grand Prix".

Produkte von Omutninsk Metallurgical Plant sind bekannt nicht nur in Russland, sondern auch im Ausland. Seit 2007 VOL-Stahl GmbH – Werksniederlassung in Dresden – vertreibt Profile von OMP auf europäischem, asiatischem und amerikanischem Markt. In 2014 wurde ein Repräsentanzbüro in Shanghai eröffnet, das in eine GmbH in 2016 umgewandelt wird.

Dank hohe Professionalität und Loyalität von Mitarbeitern das Werk ging durch alle Schicksalschläge und entwickelte sich gemäß An-forderungen der Zeit. Traditionen und Erfahrung, die während der Jahr-hunderte gesammelt wurden, sind bei den gegenwärtigen Werksmitar-beitern erfolgreich fortgefahren und das erlaubt optimistisch in die Zu-kunft zu schauen.